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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Philippe Robert

Illustrationen und Wandgemälde
 

Philippe Robert (1881-1930) interessierte sich schon früh für die Malerei. Er begann aber zunächst ein Theologiestudium, das er allerdings kurz vor der Promotion abbrach. Mit 24 Jahren beschloss er, sich fortan ausschliesslich der Kunst zu widmen und erarbeitete sich daraufhin im Selbststudium zahlreiche Techniken der bildenden Kunst. Zwar hatte Philippe Robert als Sohn, Neffe und Enkel berühmter Maler unmittelbaren Zugang zum künstlerischen Schaffen, er wurde darin von seinen Verwandten jedoch nicht unterrichtet. Sein Vater Léo-Paul Robert, so wird erzählt, habe jedesmal den Pinsel weggelegt, wenn jemand sein Atelier betrat.

Philippe Robert unternahm Reisen nach England und Griechenland und hielt sich einige Zeit in Ägypten auf. Sein künstlerisches Werk ist ausserordentlich umfangreich. Es umfasst zahlreiche Pflanzendarstellungen, Tierstudien und Landschaftsgemälde, die vor allem den früheren Jahren seines Schaffens zuzuordnen sind: Naturillustrationen, die auch im Werk seines Vaters Léo-Paul Robert und seines jüngeren Bruders Paul-André Robert einen wichtigen Platz einnahmen und heute in der Sammlung Robert des «Museums Neuhaus» ausgestellt sind. Später schuf Philippe Robert zahlreiche Porträts von Kindern und Erwachsenen.

1922 realisierte Philippe Robert im Kinderspital Wildermeth sein erstes monumentales Wandgemälde. Es folgte im Jahr darauf ein weiteres Wandbild im Wartesaal des SBB-Bahnhofs in Biel. Wand- und Glasmalereien schuf Robert ausserdem in den Kirchen von Chaindon, Corcelles, Môtier und andernorts. Sein Stil, wiewohl sich Robert nie einer bestimmten Schule oder Richtung angeschlossen hatte, kann sowohl dem Naturalismus, als auch dem Jugendstil zugeordnet werden; er war zudem von Hodler beeinflusst und arbeitete in den 20er-Jahren vielfach mit dem Stilmittel der Allegorie, was besonders in seinen Wandgemälden ersichtlich ist.

Philippe Roberts Werke wurden schon zu seinen Lebzeiten mehrmals in Biel ausgestellt: so beispielsweise 1913 und 1926 in der Galerie Kuhn und im März 1930 in der Turnhalle Neuengasse. Darauf folgten Ausstellungen nach seinem Tod in seinem Atelier in Leubringen, in Neuenburg sowie im Rockhall-Gebäude. Am 22. Juni 1930 kam Philippe Robert, Vater von fünf Kindern, bei einem Badeunfall in der Alten Aare bei Meienried ums Leben.


AutorIn: Manuela Di Franco
 
 
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