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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Imagewechsel

Zu Beginn der 80er-Jahre fiel Biel in einen Dornröschenschlaf: die Stadtkasse war leer, die Wirtschaft darbte und die Bevölkerung wanderte ab.
 

Nach der Erdölkrise, der die Baukrise folgte, erschütterte Anfang der 80er-Jahre die Uhrenkrise Biel - ausgelöst durch die japanische Konkurrenz. In dieselbe Zeit fällt auch die Schwächung der Maschinen- und Metallindustrie. Konkurse, Fusionen und Entlassungen waren die Folge. Lag die Arbeitslosenquote 1988 noch bei 1,45 Prozent, so erreichte sie in Biel im Jahr 1993 mit 9,2 Prozent einen Höchststand.

1982 erhielt Nicolas G. Hayek das Mandat, die Überlebens- und Entwicklungschancen der Konzerne «SSIH» und «Asuag» zu evaluieren. Aufgrund seiner Studie kam es 1983 zur Fusion. Dies war die Geburtsstunde der Plastikuhr Swatch, die sich bald zum Kultobjekt entwickelte. Stadtpräsident und Finanzdirektor Hermann Fehr (SP; 1976-1990) verfolgte in der Bemühung um ein ausgeglichenes Budget eine rigorose Sparpolitik, die Stadt investierte nur zögerlich.

Anfang der 90er-Jahre begann in Biel eine neue Ära: Hans Stöckli (SP) wurde 1991 zum Stadtpräsidenten gewählt. Damit blieb auch die Finanzdirektion in der Hand der Sozialdemokraten. Stöcklis erklärtes Ziel war ein Imagewechsel. Die Stadt sollte für Investoren und Bewohner wieder an Attraktivität gewinnen. Galt unter Hermann Fehr noch die Devise: «Unsere Taten sollen für uns sprechen», wollte man sich nun damit nicht mehr begnügen. Ein systematisches Stadtmarketing musste her.

Zwar nutzte die Stadt seit Beginn der 80er-Jahre bereits das Label «Stadt der Kommunikation» was insofern zutrifft, als dass Biel mit seiner Mehrsprachigkeit, seiner Kommunikationsindustrie, seiner reichen Medienlandschaft und seinen Kommunikationsausbildungsstätten eine einmalige Mischung von kommunikationsbezogenen Stadtmerkmalen aufweist. Zudem beschloss der Bundesrat Ende der 80er-Jahre im Rahmen der Dezentralisierung der Bundesämter, das «Bundesamt für Kommunikation Bakom» in Biel anzusiedeln.

Zu Beginn der 90er-Jahre plante die Genfer «Maus Frères SA» ein Gross-Einkaufszentrum im Bözingenfeld. Pläne, die das Innenstadtgewerbe zittern liessen. Die von den Gewerblern geforderten Gegenmassnahmen lösten das bisher umfassendste Stadtmarketing-Projekt aus. 1998 wurde ein entsprechendes Massnahmepaket verabschiedet: Verkehrsbefreiung der Nidaugasse, Sanierung des General-Guisan- und des Zentralplatzes, der Bahnhofstrasse und des Kongresshauses.

Ebenfalls für Aufschwung sorgte 1995 der bundesrätliche Entscheid, die Expo.01 in der Drei-Seen-Region durchzuführen. Der aus der Finanzknappheit gewachsene Entscheid, die Landesausstellung auf 2002 zu verschieben, ermöglichte die Fertigstellung des A5-Teilstücks zwischen Solothurn und Biel noch vor der Eröffnung der Landesausstellung. Ein Vorhaben, das unter anderem aufgrund von Einsprachen zahlreicher Gegner rund 20 Jahre nicht gelang. Die Umfahrung Biels lässt dagegen noch immer auf sich warten: Grund dafür sind die maroden Kantonsfinanzen, Verfahrens- und Verkehrsfragen.


AutorIn: Matthias Nast
 
 
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