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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Rezession

Auch in Biel hatte die günstige Konjunkturlage der Nachkriegszeit deutliche Spuren hinterlassen.
 

Das rapide Wirtschaftswachstum manifestierte sich einerseits in einer weiteren Ausdehnung des Handels- und Dienstleistungssektors, andererseits in der Entstehung zahlreicher neuer Industriebetriebe, insbesondere im Uhren-, Maschinen- und Metallsektor.

1965 zählte die Stadt nicht weniger als 246 Betriebe der Uhrenindustrie, 179 der Maschinenindustrie, 135 der Metallindustrie und 128 der Nahrungs- und Futtermittelindustrie sowie fast 300 weitere gewerblich-industrielle Unternehmen. Dabei zeichnete sich allerdings ein immer grösserer Bedarf ab, der von der Stadt, infolge mangelnder Industrieflächen, nicht immer gedeckt werden konnte. Deshalb verlagerten einige Betriebe ihre Produktion in angrenzende Gemeinden wie Brügg. Die Gewichtsverschiebung vom städtischen Zentrum Biels, hin zu den Agglomerationsgemeinden, wurde nach 1965 zusätzlich durch die Abwanderung der städtischen Wohnbevölkerung in die Vororte gefördert. Zuvor hatte der wirtschaftliche Aufschwung die Einwohnerzahl Biels auf fast 65 000 anwachsen lassen, doch Verkehrs- und Lärmbelastung sowie steigende Bodenpreise verminderten zunehmend die Attraktivität der städtischen Wohngebiete.

Auf wirtschaftlichem Gebiet beendete die 1973 einsetzende Rezession die Nachkriegseuphorie. Insbesondere in der Uhrenindustrie, die nach 1945 auch im südlichen Jura hohe Wachstumsraten zu verzeichnen hatte, wurden strukturelle Defizite offenbar, die nicht zuletzt den im Uhrenstatut von 1951 festgehaltenen Schutzmassnahmen des Bundes zuzuschreiben waren. Zwar waren Bieler Firmen wie «Bulova» und «Omega» in den 60er-Jahren massgeblich an der Entwicklung der elektronischen Uhr beteiligt, doch entsprechende Restrukturierungen der Betriebe waren kaum vorgenommen worden.

Die weltweite Rezession nach der Ölkrise 1973, traf die Industrie in Biel und im Berner Jura sehr hart. Zahlreiche Redimensionierungen und Betriebsschliessungen bewirkten in den Folgejahren einen Rückgang der Beschäftigung im industriellen Sektor, wobei die noch immer dominierende exportorientierte Uhrenindustrie besonders betroffen war. In Biel gingen zwischen 1975 und 1985 rund 3200 Arbeitsplätze im industriellen Sektor verloren, wovon mehr als 80% der Uhrenindustrie zuzurechnen waren. Dies weist auf einen tief greifenden Strukturwandel der Industrie im Zuge der Rezession hin; es fand ein Diversifikationsprozess statt, in dessen Rahmen sich die Maschinenindustrie als neuer Leitsektor etablierte.


AutorIn: Daniel Weber
 
 
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