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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Die Modernisierung der Uhrenindustrie

Zu Beginn der 70er-Jahre geriet die Uhrenindustrie in eine heftige Krise. Die Nachfrage nach mechanischen Uhren, auf deren Herstellung die schweizerische Uhrenindustrie nach wie vor fixiert war, ging angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch preisgünstige Quarzuhren rapid zurück.
 

Die Rezession nach der Ölkrise 1973 verstärkte den Rückgang der Nachfrage, so dass der Anteil der Schweiz an der Weltmarktproduktion zwischen 1970 und 1985 von 44% auf 13% zusammensackte. Mehr als die Hälfte aller Uhrenfirmen musste in diesem Zeitraum geschlossen werden, wodurch rund zwei Drittel der einstmals 90 000 Arbeitsplätze verloren gingen. Besonders stark von der Krise waren die Uhrenregionen Biel und Berner Jura betroffen, wo die Uhrenindustrie ihre dominierende Stellung an den Maschinensektor verlor.

Die wirtschaftliche Krise destabilisierte die Strukturen der Uhrenunternehmen ebenso wie die Beziehungen zwischen Bund, Banken und Uhrenfirmen. Auf die Forderung vieler verschuldeter Uhrenbetriebe nach finanzieller Unterstützung durch den Staat und die Banken reagierte der Bund mit dem Gesetz zur Finanzierungsbeihilfe für wirtschaftlich bedrohte Regionen, auf dessen Grundlage innovative Vorhaben industrieller und gewerblicher Art gefördert werden sollten. Die Politik der öffentlichen Hand zielte darauf ab, über regionalpolitische Massnahmen und unter Einbezug der betroffenen Akteure die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Kooperation zwischen den staatlichen Institutionen, den Banken und den Unternehmungen zu verbessern.

In der kriselnden Berner Uhrenindustrie fand diese Politik in verstärkten Sanierungsbemühungen der Banken ihren Niederschlag. Diese gipfelten 1983 in der spektakulären Fusion der beiden Bieler Holdinggesellschaften Allgemeine schweizerische Uhrenindustrie» (Asuag) und «Société suisse pour l'industrie horlogère» (SSIH) zur «Société Suisse de Microélectronique et d'Horlogerie (SMH). Der von einer Investorengruppe um Nicolas G. Hayek geführte Konzern fand nach 1985, wie die gesamte Uhrenindustrie, zum Erfolg zurück. Die Lancierung der Swatch, aber auch strukturelle Veränderungen in den Bereichen Elektronik und Betriebsorganisation, bescherten der schweizerischen Uhrenindustrie bis in die 90er-Jahre ein neuerliches Wachstum; sowohl der Weltmarktanteil an der Uhrenproduktion wie auch die Beschäftigungszahlen konnten, dank einer starken Steigerung der Produktivität und staatlicher Investitionshilfen von zwei Milliarden Franken, stabil gehalten werden.


AutorIn: Daniel Weber
 
 
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