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Archive Bieler Tagblatt / Journal du Jura

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Der Bau des Kongresshauses

Dass der Entscheid für den Bau des Kongresshaus-Hochhauses fast zufällig fiel, ist vermutlich nur noch wenigen bekannt.
 

Der Entscheid für den Bau des Kongresshaus-Hochhauses fiel erst relativ spät und fast zufällig. Denn das Hauptanliegen des Projekts auf dem alten Bahnhofareal war die Erfüllung von zwei lange aufgeschobenen Anliegen: Erstens arbeitete die Baudirektion schon seit 1942 an einem Hallenbad-Projekt. Zweitens hatte der Theaterverein 1956 eine Gemeindeinitiative eingereicht, die die Schaffung von zwei Sälen für für Vereinsaktivitäten verlangte.

Die Saalbau-Initiative beeinflusste den seit 1954 laufenden Projektwettbewerb für ein Hallenbad und Verwaltungsgebäude auf dem Bahnhofareal - sie wurde ins ausgewählte Projekt des Bieler Architekten Max Schlup einbezogen. Schlup beschloss bald, die Säle und das Hallenbad mit einem Hochhaus zu ergänzen. Die Regeneration des Hallenbad-Wassers erforderte nämlich einen Behälter in Höhe eines fünften Stockwerkes, und die Heizung brauchte einen Hochkamin. Ausserdem wurde erwartet, dass das Hochhaus im Gegensatz zu den Sälen und dem Hallenbad wenigstens einen bescheidenen Mehrertrag abwerfen werde.

Das Gesamtprojekt, umfassend einen Konzertsaal und kleinere Säle, ein Hallenbad, ein Restaurant und ein Hochhaus, wurde im Juli 1959 dem Souverän zur Abstimmung unterbreitet und mit einer Mehrheit von 55% angenommen. Nachdem Teile des Komplexes bereits 1965 und 1966 ihren Benutzern übergeben worden waren, konnte am 28. Oktober 1966 der Konzertsaal im neuen Kongresshaus mit einem festlichen Auftritt von Bieler Chören eingeweiht werden.
Das Kongresshaus galt als Symbol der prosperierenden Wirtschaft, und es wurde zu einem Wahrzeichen der Stadt. Sein Hängedach war 1966 mit einer Länge von 72,5 und einer Breite von 40 Metern das grösste in ganz Europa. Ausserdem überzeugte die Idee, mit Hallenbad und Konzertsaal unter einem Dach einen Treffpunkt für Körper und Geist zu schaffen.

Aus Sportlerkreisen wurde allerdings kritisiert, dass unbedingt ein 50-Meter-Schwimmbecken ins Hallenbad gehört hätte. Auch die Kosten gaben Anlass zu Kritik: Schon das relativ knappe Abstimmungsresultat war mit der Skepsis vieler Stimmbürger gegenüber einem derart aufwändigen Vorhaben interpretiert worden. Dass zusätzliche, während des Baus beschlossene Anforderungen und die hohen Inflationsraten jener Zeit die auf 15,5 Millionen Franken budgetierten Kosten schliesslich auf 29 Millionen anschwellen liessen, verstärkte solche Bedenken.

Immerhin erfüllte der kühn gestaltete Gebäudekomplex seine vielfältigen Aufgaben über mehrere Jahrzehnte hinweg zur überwiegenden Zufriedenheit seiner Benutzerinnen und Benutzer.
Nach über dreissig Jahren machte sich der Zahn der Zeit immer unerbittlicher bemerkbar, und eine Renovation des Gebäudekomplexes wurde unumgänglich. Nachdem ein Renovationskredit von 33 Millionen Franken in der Volksabstimmung vom 13. Juni 1999 abgelehnt wurde, haben die Bielerinnen und Bieler am 21. Mai 2000 mit einem klaren «Ja» dem 22-Millionen-Kredit für die Sanierung des Kongresshauses zugestimmt.


AutorIn: Jaroslaw Trachsel / Christoph Lörtscher
 
 
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